Themenwoche Tag 5: We feed the world – Essen global

Ich habe mir den Film zusammen mit Al Gores Klimawandel-“Schocker” “Eine unbequeme Wahrheit” gekauft. Der Film beschäftigt sich mit der Nahrungsmittelproduktion in der Europäischen Union. Wer schon immer mal wissen wollte, welche Auswirkungen die EU-Agrarsubventionen auf den Anbau und Transport unserer Nahrungsmittel haben, sollte sich diesen Film unbedingt anschauen. Der Film wird in mehreren Episoden erzählt, in denen mittels einer sehr sachlichen Beschreibung die Produktion eines ganz bestimmten Lebensmittels gezeigt wird.

So geht es im ersten Teil um Brot. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der Gentechnik in der Agrarwirtschaft. Eine andere Episode erklärt dem Zuschauer, warum die subventionierte Tomatenmassenproduktion in Spanien den Preis eines Kilogramms der selbigen Frucht immer noch niedriger macht als der eines Bauern in Mittelafrika. Welche Auswirkungen das Massenfischen auf die Qualität des Fisches hat, wird anhand der Geschichte von französischen Fischern gezeigt. Die Antwort auf die Frage „Warum unsere Kücken den Regenwald in Brasilien auffressen“, liefert der Film am Schluss. Für mich auch der krasseste Teil des Films.

Mir gefiel besonders die sehr sachliche Berichterstattung in dem Film. Es wird nichts mit strengem Ton angeprangert. Diese relativ nüchterne Art und Weise der Dokumentation ist einer der Gründe dafür, dass dem Zuschauer durchaus etwas flau im Magen wird, wenn er erfährt, welche Wege seine Nahrung beschreitet, bevor sie auf seinem Teller landet. Der Regisseur überläßt es dem Zuschauer selbst, die Regelungen der EU und des kapitalistischen Marktes zu be(ver?)urteilen. Ich kann bezüglich eines Themas durchaus mit meinen eigenen Erfahrungen argumentieren. Die selbstangebauten Tomaten meines Schwiegervaters schmecken noch nach Tomaten. Das Gegenteil dazu sind die „Massenanbautomaten“ aus Spanien, die einfach nur nach Wasser schmecken. Klar, dass es die besser schmeckenden Tomaten nicht das ganze Jahr über zu kaufen gibt. Aber vielleicht sollte man sich in Zukunft beim Essen mehr vom Geschmack leiten lassen und nur saisonales Obst und Gemüse des eigenen Landes essen.

Nur das Umdenken von uns Verbrauchern kann hier zu einer Einschränkung der Globalisierung unserer Nahrungsmittel führen. Wer den Film sehen möchte, kann sich gerne bei mir melden. Ich stelle dann meine DVD zur Verfügung. Ich würde dann gleich noch den Al Gore Film mit dazu packen.
Ein Besuch der Webseite www.we-feedthe-world.at lohnt sich durchaus.
Hier erfährt man mehr zum Thema saisonales und faires Konsumieren.

Kai

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Mein Tipp für ein aktuell saisonales Gericht:

Rosenkohl mit Kartoffeln direkt vom Bauer.

Irgendwie klingt das, als wäre der Bauer Teil des Gerichts;-).

Wie wäre es außerdem mit Kürbissuppe? Hat auch gerade noch Saison.

hier gibts tipps vom BDKJ zum saisonalen konsumieren mit saisonalem kalender von brot für die welt

 

http://www.bdkj.de/kritischerkonsum/index.php?id=62

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.