Sabrina auf Reisen Teil 2

Und  schon ging’s weiter. Am Donnerstag hieß es schnell Wäsche in die Wäscherei bringen - Ja ich weiß, ich könnte sie auch von Hand waschen, aber dazu hatte ich in diesem Fall keine Zeit und auch so ist es mit lieber, wenn meine Unterwäsche richtig gereinigt wird und eine Waschmaschine haben wir keine, dass ist hier aber auch ganz normal und bei der Wäscherei kostet ein Kilo 0,7 €. Nun aber genug der Rechtfertigung. Also bis Freitag morgen war noch nicht klar, was ich das Wochenende über machen werde, da wir nicht wussten, ob wir eine Sitzung am Samstag mit möglichen Begleitern der JOC Lima haben. Da aber so gut wie keiner konnte, war für mich die Bahn frei. Ich konnte mit den anderen Freiwilligen (Sina, Marielle, Rebecca, Vincent, Chrissi und Anna) von Villa EL Salvador (liegt im Süden von Lima) nach Ica fahren. Vorher hatte ich noch eine nette Skypekonferenz mit den DV-Teilnehmern. An dieser Stelle: hat echt Spaß gemacht, aber das nächste Mal schickt ihr mir bitte etwas Schokolade und nen Cocktail durch den Computer. Und danach hieß es dann endgültig Rucksack packen.

Freitags ging ich zu Richard, unser peruanischer Begleiter, der in Villa als Lehrer arbeitet. Richard wohnt in Santa Anita, relativ nah an der Panamericana, daher haben wir uns bei ihm getroffen. Und samstags ging es dann früh morgens los. 5 Stunden Busfahrt, die ich entweder mit Schlafen oder Filmschauen verbrachte. Und je mehr wir Richtung Ica kamen umso heißer wurde es. Angekommen suchten wir uns erst einmal ein Hotel, das war auch ganz gemütlich, nicht gerade luxuriös, aber für zwei Tage ganz in Ordnung.

 

Also Rucksäcke abgestellt und los ging’s auf die Essenssuche. Das gestaltete sich allerdings als etwas schwierig, da es nicht viel Auswahl gab bzw. die Restaurants um den „Plaza de Armas“ doch recht teuer waren. Wir entschieden uns dann für „chifa“ (chinesisches Essen). Danach verbrachten wir unsere Zeit noch ein bisschen im Park vom Plaza mit Sonnenschein und Eis. Das gefiel dem Security allerdings nicht so gut. Also zumindest gefiel es ihm nicht, dass sich Chrissi auf den Boden gesetzt hat, denn er forderte sie höflich auf, sich bitte auf die Bank zu setzen. Danach bat er noch zwei Peruanerinnen, sich bitte korrekt hinzusetzen. Alles etwas unentspannt für einen „Park“. Aber was soll’s, wir ließen uns unsere gute Laune nicht nehmen. Und dann ging es los.

 

Ica ist nämlich vor allem so bekannt, da hier die Piscodestillen sind, diese kann man auch besichtigen. Pisco, für alle die es nicht kennen, ist ein Traubenschnaps, der nur in Peru und Chile hergestellt wird. Aber natürlich kommt er ursprünglich aus Peru. Hier gibt es schließlich auch die Stadt dazu. Zunächst bekamen wir in der Destille eine Führung, bei der uns unser Leiter meistens auf Englisch die Herstellung erklärte. Wo bei er uns die traditionelle Herstellung erklärte, aber gleichzeitig drauf hinwies, das einiges heute aus Hygiene- und anderen Gründen etwas anders läuft. Der Typ war richtig klasse, da er auch ein paar Brocken deutsch sprach. Also die wichtigsten Wörter, die man bei so einer Führung braucht wie z.B. „Schnaps“, „Trauben“, „Johannisbrotbaum“ und „let’s get betrunken“. Das durften wir dann auch machen. Es gab eine kleine Probe von den verschiedenen Piscoarten, so wie zwei Piscococktails, einmal Baileysähnlich und eine Piscosourmischung. So wie in Deutschland die Weinproben. Das alles gab es kostenlos, mit dem Hintergedanken, dass man die eine oder andere Flasche kauft, was Chrissi und ich auch gemacht haben. Danach gingen wir noch in eine zweite Destille, hier wurden uns nur die verschiedenen Sorten erklärt und der Pisco wurde noch aus den alten Amphoren geschöpft. Was uns ein bisschen skeptisch machte, da uns vorher bei der ersten Destille gesagt wurde, dass man diese auf Grund ihres Bleigehaltes nicht mehr einsetzte. Aber uns wurde versichert, dass das alles gesundheitlich unbedenklich ist. Nach dieser Besichtigung ging es noch einmal ins Hotel, bevor wir uns unser Abendessen suchten und in eine Disco mit Karaokebar gingen. Hier ließen wir dann den Tag  so langsam ausklingen.

Am nächsten Tag wollte ich mich eigentlich erstmal duschen, aber als Vincent feststellte, dass die Dusche unter Strom steht, hab ich es lieber auf später vertagt. Das passiert hier öfters, wenn die Leute Warmwasser installieren, ist dies meist ein elektrischer Duschkopf, der wie ein Beuler funktioniert. Leider wird dieser aber nicht immer ganz fachmännisch installiert, daher kommt es zu Stromschlägen, die zwar nicht lebensgefährlich sind, aber äußerst unangenehm. Nun gingen wir in die Stadt frühstücken, bevor wir uns nach Huacachina aufmachten. Huacachina liegt ca. 30 min vom Stadtzentrum von Ica entfernt, am Rande der Wüste und besitzt eine kleine Lagune. Hier nahmen wir uns einen Buggy (ein Kartähnliches Gefährt mit dem man durch die Wüste fahren kann). Mit diesem Gefährt machten wir uns also auf Richtung Wüste. Und es war einfach nur klasse! Wir heizten die Dünen hoch und wieder runter, wobei der Fahrer ruhig noch etwas schneller hätte fahren können.

Mitten in der Wüste hielten wir auf einer Dünen an. Die wir mit Sandboards (so ähnlich wie Snowboards, allerdings lagen wir darauf) hinunterfuhren. Und unsere Kleider waren bis auf das letzte Stück mit Sand übersät, aber das war es wert. Der Fahrer fuhr uns nach drei Dünenabgängen wieder zurück und brachte uns in eine kleine Hotelanlage. Hier gab es einen kleinen Pool, eine Bar, Hängematten, kleine Pavillons mit Sesseln und Duschen. So konnte ich also auch endlich duschen. Und hier hätten wir auch ewig bleiben können. Aber wir bekamen langsam Hunger und die Preise in der Anlage waren nicht gerade freundlich zum Geldbeutel, daher machten wir uns lieber wieder Richtung Stadt auf und suchten uns dort unser Essen (wieder chifa). Jetzt war erstmal ausspannen angesagt.

Abends gingen wir noch mal in die Stadt. Hier ist Halloween auch schon angekommen. So dass wir ganz viele Kinder im bunten, lustigen Kostümen sahen, die alle Bonbons wollten, dass ging bis in die Nacht hinein. An diesem Abend machten wir nicht viel, wir suchten uns nur etwas zu essen, wobei das etwas länger gedauert hat und gingen wieder heim, da wir doch ein bisschen fertig waren vom Sandboarden.

 

Montags machten wir uns morgens auf den Weg nach Pisco. Von Chrissi und Anna mussten wir uns vorher verabschieden, da die sich schon jetzt auf den Weg nach Lima machten. Sie wollten die Allerheiligenzeremonie auf den Friedhöfen in Lima miterleben. Von Pisco aus gingen wir nach Paracas. Dort wollten wir eigentlich ein Boot nehmen und auf eine nahe gelegene Insel fahren um Tiere anzuschauen. Aber wegen des Feiertags war es ziemlich teuer und so lagen wir zwei Stunden am Strand und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Nun machten wir uns endgültig auf den Rückweg, der auch recht ereignislos verlief. In Barranco kam ich dann abends an, wo ich von Geisen begrüßt wurde. Walter war zu der Zeit in Ilo und Nayely ist im Urwald unterwegs.

 

Die letzte Woche verlief recht ruhig. Walter kam aus Ilo zurück um sich auch gleich wieder nach Cajamarca aufzumachen. Ich erledigte meinen ganzen Schreibkram, da ich mich heute (Dienstag 09.11.) ebenfalls in den Urwald aufmache um zusammen mit Nayely Requena zu besuchen. Und Geisen verabschiedete sich am Sonntag Richtung  Mexiko, sodass ich bis heute ganz alleine hier bin. Ja ok, Karina, unsere Buchhalterin, ist tagsüber noch da. Aus dem Haus ging ich mittwochs um ne Freundin von Luz und Marco zusammen mit Luz und Geisen vom Flughafen abzuholen, samstags um Vincent beim Laufen zuzusehen und danach bei Richard Filme anzuschauen. Und Sonntag auf Montag war ich bei Claudete, mit der ich die restlichen Sachen für meine Reise kaufte und eine Gardine, da ich hier einfach wenn die Sonne aufging nicht mehr schlafen konnte, weil mein Zimmer lichtüberflutet war. Ja das war’s fürs erste. Man sieht sich also erst wieder wenn ich aus dem Urwald zurückkomme.

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

um vincent beim laufen zuzuschaun? du gehst nach requena?

du erlebst was! ich bin begeistert!!! freut mich, dass sich ica gelohnt hat.

Hi Caro,

ja ich war bis gestern in Requena, heute ist Zwischenstation in Iquitos und morgen gehts nach Nauta. Schöne Grüsse übrigens von der JOC Requena vorallem von Romy und Marti (der mich übrigens ständig Carolin genannt hat) und meinem Sonnenbrand gehts auch wieder besser, aber meine Aprés Lotion is jetzt leer. Ausführliche Berichte gibt's im nächsten Blog natürlich mit Bildern.

Und wegen dem Laufen: Freitags 06.11.war in Lima ein Lauf  über 10km bei dem ein Freiwilliger teilgenommen hat. Der Lauf hat im "parque kennedy" angefangen und geendet. Also nicht weitweg von Barranco. Und Geisen und ich waren alleine zuhause. Geisen musste für seine Mexicoreise packen und beim Packen zusehen ist doch etwas langweilig also hab ich mich mit den Freiwilligen von Villa in Miraflores getroffen um Vincent seelisch und moralischen Beistand zu geben;-)

Hi Caro,

ja ich war bis gestern in Requena, heute ist Zwischenstation in Iquitos und morgen gehts nach Nauta. Schöne Grüsse übrigens von der JOC Requena vorallem von Romy und Marti (der mich übrigens ständig Carolin genannt hat) und meinem Sonnenbrand gehts auch wieder besser, aber meine Aprés Lotion is jetzt leer. Ausführliche Berichte gibt's im nächsten Blog natürlich mit Bildern.

Und wegen dem Laufen: Samstags 06.11.war in Lima ein Lauf  über 10km bei dem ein Freiwilliger teilgenommen hat. Der Lauf hat im "parque kennedy" angefangen und geendet. Also nicht weitweg von Barranco. Und Geisen und ich waren alleine zuhause. Geisen musste für seine Mexicoreise packen und beim Packen zusehen ist doch etwas langweilig also hab ich mich mit den Freiwilligen von Villa in Miraflores getroffen um Vincent seelisch und moralischen Beistand zu geben;-)Und natürlich um danach noch etwas wegzugehen

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.