Sabrinas Peru-Blog - Oktober

Hi, da bin ich wieder. Jetzt sind doch schon über 2 Wochen vorbei. Schön, dass euch mein letzter Blog so gefallen hat. Wegen den Wahlen muss ich euch allerdings enttäuschen, bis jetzt steht noch nicht fest wer gewonnen hat. Das Problem ist, dass hier einige Listen ungenau ausgefüllt worden sind und daher noch einmal über 800.000 Stimmzettel genauer überprüft werden müssen. Aber wie könnten Wahlen hier in Peru auch einfach normal ablaufen, das wäre ja langweilig. Bin mal gespannt was nächstes Jahr dann zu den Präsidentschaftswahlen passiert. Lassen wir uns überraschen.

Was ist in der Zeit in meinem Alltag passiert? Am 5. Oktober war ich bei Claudete und hab mit ihrer Familie und Freunden Geburtstag gefeiert. Da es spät wurde, habe ich auch dort geschlafen. Am nächsten Tag hatte ich dann einen super Weckruf, denn morgens rief Pepe (Bruder von Fanny) an und sagte uns, dass Thiago auf der Welt ist und es Fanny und Thiago gut geht. Wir haben uns alle riesig gefreut.

 

Bis Freitag war ich dann hauptsächlich im Büro. Freitagabends ging ich mit anderen Freiwilligen aus Villa El Salvador in ein Pub in Villa um criolischer Musik zu lauschen.

 

Am Samstag begann die Sitzung mit der „equipo Alemanía“. Die „equipo Alemanía“ ist das Gegenstück des „Peruteams“ und behandelt alle Themen, die mit der Partnerschaft zu tun haben. Die Hauptthemen dieser Sitzung waren: Wie verbreiten wir das Thema Partnerschaft in den Ortsgruppen? Da viele Ortsgruppen nicht wissen, was die Partnerschaft bedeutet bzw. dass es überhaupt eine Partnerschaft mit der CAJ Freiburg gibt. Und natürlich der Intercambio, der nun von 2011 auf 2012 verlegt wurde, da einfach die Teilnehmer fehlen. Aber die Partnerschaft lebt ja trotzdem, da es immer wieder CAJler gibt, die privat nach Peru reisen und auch durch mich die Freiwillige bzw. durch meine Arbeit, die eben auch die Partnerschaft der CAJ und der JOC beinhaltet und durch die Partnerschaft entstand. Außerdem haben wir den Namen geändert, da „equipo Alemanía“ bei einigen für Verwirrung gesorgt hat, die glaubten  z. B. , dass die Mitglieder nun für ein Wochenende nach Deutschland reisen. Jetzt heißen wir „Alianza Team“ und man kann uns immer noch als „A-Team“ abkürzen ;-)

 

Samstags durfte ich sogar deutsch kochen, hab mich dann für Nudelsalat entschieden, da mein anderes Gericht, dass ich ohne Ofen (hier gibt es meistens nur einen Herd) machen kann Spaghetti Bolognese ist und das ist für mich nunmal nicht deutsch. Was ich nicht bedacht habe ist, dass Nudelsalat für 7 Personen doch etwas Zeit in Anspruch nimmt, dadurch hat sich das Essen etwas verspätet. Samstags Abend waren wir in Puente Piedra, im Norden Limas, zu einer kleinen Feier eingeladen. Also Lorenzo hat uns einfach dorthin mitgenommen. Aber wie kann ich diesen Abend für Deutschland erklären, ich glaub so was gibt es hier nicht.

 

Also wir gingen zu Bekannten von Lorenzo, der Junge macht zurzeit bei einem Workshop der IPEC mit und die Eltern kennt Lorenzo anscheinend auch schon länger. Wir kamen in ein Haus dessen vorderer Bereich ein riesiges Wohnzimmer ist. Hier saßen wir auch und bestellten unsere Getränke wie in einer Wirtschaft später gab es auch noch eine Kleinigkeit zu essen, Anticucho (Rinderherzen am Spieß), das alles haben wir dann am Schluss bezahlt. Wir saßen etliche Stunden. Später kamen auch noch Jugendliche, Freunde des Sohnes und alles HipHopper. Nun muss ich gestehen, dass ich Dank Bushido, Sido und Co. nicht wirklich auf HipHop stehe, aber das hier war was anderes. Kurz bevor wir gingen, gaben sie uns noch eine kleine Kostprobe von ihren Rapkünsten. Und sie waren keine Pseudogangster, sondern einfach nur Jugendliche, die von ihrem Leben in Peru und von der Situation in Puente Piedra erzählen bzw. rappen. Einfach toll.

So um 1 nachts kamen wir dann zuhause wieder an und am nächsten Morgen mussten wir wieder früh aufstehen um uns auf die Skypekonferenz vorzubereiten. Die Ergebnisse hab ich ja oben schon geschrieben. Nach der Sitzung ging ich dann mit Mary, die auch im A-Team ist, zu ihrer Tante. Am nächsten Tag waren wir in Lince (Stadtteil von Lima mit zig Optikern) beim Optiker, da mein rechtes Brillenglas beim Sturz meiner Brille kaputt ging und ich seit Tagen mit meiner Sonnenbrille bzw. mit meinen Kontaktlinsen herumlief. (Kurze Erklärung für alle, die mich nicht so gut kennen: Ich bin stark kurzsichtig und habe eine Hornhautverkrümmung, heißt ich kann nichts erkennen, was weiter als 0,5 m von mir entfernt ist bzw. erkenne es nur anhand von den Farbunterschieden. Chamäleons wären daher ohne Brille nicht gerade die besten Haustiere für mich) Danach waren wir in Gamarra einkaufen, hier bekommt man Kleider und Schuhe ziemlich günstig. So war auch fast der Montag um und ich machte mich auf nach Barranco.

Dienstags begleiteten wir Didier, eine Belgier der in Bolivien lebt, zur Wäscherei bei der Merly (Walters Freundin) arbeitet und zu Abrahams Elternhaus mit Tante Emma-Laden und dem Optikgeschäft seines Vaters. Am Mittwoch gingen wir  mit Didier in den Norden von Lima und besuchten ein Geschäft, dass Kunsthandwerk herstellt und verkauft. Didier arbeitet für eine belgische Organisation (gleicher Arbeitgeber wie bei Fanny), die sich um Organisationen in Entwicklungsländer kümmert, daher hat er sich einen kleinen Überblick über die Arbeit hier verschafft.

Freitags ging ich zusammen mit Geisen in die Universität, in der Abraham studiert, dort war eine Veranstaltung der MNNATSOP, eine Organisation der arbeitenden Kinder in Peru. Sie berichteten über ihre Arbeit, was wirklich spannend ist, da sie wirklich super organisiert sind. An diesen Kindern könnten sich so manche Erwachsene eine Scheibe abschneiden.

Sonntags waren Claudete und ich am „Plaza de Armas“ um mal ein bisschen was von der Stadt zu sehen und shoppen war ich natürlich auch ein bisschen. „Plaza de Armas“ ist der Hauptplatz von Lima bzw. überall in Peru heißt der Hauptplatz so. Montags gingen Walter, Luz und ich wieder nach Puente Piedra, diesmal aber in einer Schule in der wir eine Alt-JOClerin trafen, die hier eine Gruppe mit Hausmädchen aufbaut. Nun ist eine Aktion im November geplant in der wir, die JOC, uns den Hausmädchen vorstellen.

 

Dienstags war ich wieder im Büro. Und heute Mittwoch hatten wir eine Sitzung in der nun endlich mein Plan bis Ende Dezember fertig ist. Also nicht alles, da es ja immer spontane Termine gibt. Aber feststeht, dass ich morgen nach Chimbote, Trujillo und Chiclayo (das liegt alles im Norden von Peru an der Küste) reise. Im November besuche ich Jenaro Herrera und Requena (im Urwald) und im Dezember Pucallpa (ebenfalls im Urwald). Also falls ihr nicht mehr so oft von mir hört liegt das daran, dass ich einfach keine Zeit hatte und ständig unterwegs bin;-). Ach ja und am 13. November ist der 75. Geburtstag der JOC Peru. Hierfür müssen wir jetzt fleißig planen…

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Wie immer interessant dein Bericht und toll geschrieben und erklärt.Freue mich für dich, denn jetzt scheint es ja einiges für dich zu tun zu geben.Das hört sich alles interessant an wo du überall hinkommst in nächster Zeit.

Bis bald.Mama

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