Auf Kommentar antworten

Weihnachten

Als ich am Morgen des 24. aufgestanden war, dachte ich zuerst, dass im Haus nebenan die Probe eines Kinderchors im Gange sei. Ich wunderte mich über die Musik und [img_assist|nid=392|title=Baum|desc=|link=popup|align=left|width=100|height=75]ging die Treppe hinunter um zu schauen, wer schon alles wach war. Da traf ich in der Küche auf Sr. José, Fannys Papa, der neben dem Radio saß und mir erzählte: bei uns in der Familie ist es wie eine Tradition, dass wir am 24. den ganzen Tag Weihnachtslieder hören. Da kümmere ich mich immer darum, schon seit meine Kinder klein waren, habe ich immer geschaut, dass es eine Kassette oder CD mit weihnahtsliedern gibt.
Ein Bisschen später waren alle wach und wir frühstückten zusammen. Es gab Rührei, hier in Peru gibt es meistens was warmes zum Frühstück.
Danach machten sich Fanny, ihr Bruder Pepe und ich auf den Weg zum Supermarkt um noch die letzten Geschenke zu kaufen und Geschenkpapier zu besorgen. Das dauerte ewig, da die Schlangen an den Kassen mindestens 30 Meter lang waren. Ich dachte, ganz Chiclayo sei im Supermarkt.
[img_assist|nid=396|title=Krippe|desc=|link=popup|align=left|width=100|height=75]Als wir dann um 4 endlich wieder im Haus waren, ging das Christbaumschmücken los. Pepe holte den Plastikbaum raus, denn hier gibt es keine Tannen und Mary, Fannys Schwester begann, die Krippe aufzubauen. Ich half wo ich konnte mit und so war ich bald schon die Assistentin von Mary mit der Krippe. Zwischendurch gab es noch ein Mittagabendessen und um 8 gingen alle auf ihre Zimmer um die Geschenke zu verpacken.
[img_assist|nid=397|title=Tisch|desc=|link=popup|align=left|width=75|height=100]Als ich da so in Fannys Zimmer saß hörte ich draußen viele Feuerwerkskörper explodieren und dachte an Deutschland, wo das an Silvester ja immer so ist.
Kurz vor 12 Uhr nachts gingen alle nochmal duschen und Fannys Mama, die wärend des nachmittags die Hühnchen vorbereitet hatte, schnitt sie in 6 Teile, damit es für jeden etwas gab. Wir stellten die Teller auf den Tisch, jeder bekam noch eine Tasse mit heißer Schokolade dazu gestellt, der ganze restliche Tisch wurde mit Süßigkeiten gefüllt und in die Mitte kam ein großer Teller mit "Panetón", das ist sowas wie Christstollen.
Pünktlich um Mitternacht [img_assist|nid=395|title=Paten|desc=|link=popup|align=left|width=75|height=100]umarmten sich alle und danach fragte Fanny mich: Willst du zusammen mit meinem Papa Patin sein? Ich wusste zuerst nicht, was sie meinte bis sie mir erklärte: Jetzt ist 12 Uhr und das bedeutet, dass jetzt das Christuskind geboren ist. Und wie jedes Kind hat auch Jesus zwei Paten. Diese beiden Paten legen die Figur in die Krippe und danach singen wir alle zusammen. Also nahmen Sr. José und ich die Figur des Kindes in unsere Hände und legten es in die Krippe. Dann standen wir noch eine Weile an der Krippe und sangen zusammen.
Danach gab es Essen. Doch vor dem Essen sagte noch jeder seine [img_assist|nid=393|title=Für mich :)|desc=|link=popup|align=left|width=75|height=100]Wünsche zum Weihnachtsfest und wir stießen mit Sekt an.
Eigentlich sollte es nach dem Essen Geschenke geben, aber da kamen schon die ersten Besucher und so blieb uns keine Zeit. Die Besucher waren die Nachbarn mit ihren Kindern. Alle setzten sich und unterhielten sich. Danach kam noch ein Patenkind von Fannys Eltern vorbei und blieb auch eine Weile da. Hier ist es so, dass man noch in der Nacht zu Verwandten gehen kann um ihnen Frohe Weihnachten zu wünschen. Nicht alle machen das, aber man muss immer darauf vorbereitet sein, dass jemand vorbei kommt.
Als dann wieder alle weg waren, verteilte jeder einzeln seine Geschenke an alle [img_assist|nid=394|title=Geschenke|desc=|link=popup|align=left|width=75|height=100]und danach unterhielten wir uns noch ein Bisschen, Bis wir um drei oder halb vier Uhr morgens alle ins Bett gingen.

Antworten

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.