Let's make money

[img_assist|nid=414|title=|desc=|link=popup|align=left|width=70|height=100]Die Finanzkrise ist in aller Munde. Ich lese permanent davon in der FAZ, höre in der Tagesschau und lese auch Bücher darüber. Für Letzteres habe ich am Ende noch einen Tipp.

Der österreichische Film "Let's make Money" wurde kurioserweise vor dem Ausbrechen des Bankenzusammenbruches in der Welt gedreht. Am 7.1. waren Stefan und ich im Cineplex Mannheim in diesem Film.

Thematisch gesehen bot der Film nicht allzu viel neue Informationen. Er bringt allerdings die Geschichte des weltwirtschaftlichen Ungleichgewichtes sehr zynisch rüber. Ein besonders krasses Beispiel war Baumwollproduktion Burkina Faso in Afrika. Dieses Land leidet darunter, dass Amerika seine Produktion ohne Ende subventioniert und damit den Weltmarktpreis drückt. Die Finanzkrise hat aber nicht nur Amerika hart getroffen. Spanien ist da noch viel schlimmer dran. Dort stehen über drei Millionen Appartements bzw. Häuser leer. Meist auch noch direkt neben einem Golfplatz. Diese Trabantenstädte wirkten in dem Film wie Geisterstädte in einem schlechten Zukunftsfilm. Die Bewässerung der Golfplätze verbraucht soviel Wasser wie 16 Mio Menschen.

Wer sich für die aktuelle Thematik interessiert, sollte sich den Film unbedingt anschauen. Stefan und ich hatten unseren Spass. Das merkten wir an unseren sarkastischen Sprüchen, die wir ab und an zu einigen Themen vom Stapel liesen.

Für alle die sich für die Krise im Detail interessieren und verstehen wollen warum es dazu kam, dem sei das Buch "Kernschmelze des Finanzsystems" von Wolfgang Münchau ans Herz gelegt. Zum lesen benötigt man keine Vorkenntnisse über Finanzmathematik und -transaktionen sowie über das Bankensystem. Es wird alles für den Laien verständlich erklärt.

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Ich denke, als verantwortungsbewusste Bürger sollten wir uns schon mal Gedanken darüber machen, was unser Geld so alles macht, wenn wir es irgendwo investieren oder wie die Firma, bei der wir arbeiten Kriege mitfinanziert oder in anderen Teilen der Welt die Leute am Hungertuch nagen lässt.

Das mit Spanien kriegt man hier stark mit. Viele Firmen entlassen massenhaft Leute und die müssen dann wohl oder übel in ihre Heimat zurückkehren. Ich habe von einem Fall gehört, in dem ein Mann, der von seiner Firma nach Spanien geschickt wurde und dort einen festen Arbeitsplatz hatte, durch den Kauf einer Wohnung kurz vor der Krise sich verschuldet hat und jetzt auf der Straße sitzt. Er wird wohl zurückkehren, aber die Schulden wird er mit den Löhnen hier so leicht nicht los. 

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