Pucallpa

So ich war auch in Pucallpa und zwar vom 16. – 24. 10. 2009. Ich bin am 16. mit Nayeli von la Victoria aus mit dem Bus gefahren. Der Bus sollte um 13 Uhr los fahren, fuhr aber erst um 14 Uhr was hier, aber eigentlich nicht schlimm ist.

Wir fuhren mit einer sehr günstigen Buslinie wie ich feststellen musste, da die Sitze schon recht durchgesessen waren, die Belüftungsanlage schon komplett Demontiert war und der Bus recht dreckig war.

Es war recht wenig auf den Straßen in Lima los so waren wir innerhalb von 2 Stunden aus Lima draußen, für die Fahrtunterhaltung in Lima waren mehrere Verkäufer zuständig die auf dem Weg aufgesammelt wurden und nach ihren Vorstellungen wieder abgesetzt wurden, dies  hat mir gar nicht gefallen, die ganze Zeit laut zugequatscht zu werden mit Sachen die ich eigentlich nicht wollte.

Ok, nachdem wir aus Lima draußen waren ging es die Anden hinauf. Um ca. 22 Uhr war die Rast zum Abendessen. In diesem Bus gab es kein Essen, die hatten mit einer Gaststätte einen Vertrag so das wie gegen Vorlage unserer Tickets, ein Abendmenü bekamen.

Um ca. 23 Uhr ging dann die Reise weiter. Die Straße war bis dahin Asphaltiert und recht gut. So bald es aber an die Abfahrt hinunter ging wurde die Straße immer schlechter und so gegen die 3 Uhr ging gar nichts mehr. Wir steckten im Stau. Eine Schlange von ca. 100 Lastern und Bussen. Gegen 7 halb 8 Uhr bekamen wir dann raus was passiert war. Die „Straße“ war etwas weiter unten in der Nacht weggespült worden, so das wir auf den Bagger warten mussten der dies dann beheben sollte. Gegen die 8 Uhr kam er dann auch schon und nur eine Stunde später setzte sich die Kolonne in Bewegung. Ja als wir an der Stelle ankamen, die gerichtet worden war sah ich das hier einfach ein paar Steine auf geschüttet worden waren und darüber etwas neue Erde. Es hatten sich schon Fahrrinnen, durch die vorhergehenden Lkws und Busse gebildet.

Unser Busfahrer fuhr zügig auf das Hindernis zu und bevor wir uns versahen steckten wir, in Schräglage, fest. Ein Teil der Passagiere musste dann aussteigen, die Baggerfahrerin schob dann noch mehr Steine zum Bus, die dann mit Brechstangen und Latten hinter die eingesunkenen Räder geschoben und gestemmt wurden. Danach gab der Busfahrer wieder gas und der Bus neigte sich sehr gefährlich und wir im Bus stellten uns alle auf die andere Seite um dem gegen zu wirken, was natürlich nichts brachte. So standen wir dann 10 – 15 Minuten und warteten was passiert. Es waren verdammt lange Minuten, die Arbeiter berieten was das Beste wäre. Schließlich wurde eine Kette vorne am Bus befestigt, das andere Ende wurde an der Baggerkralle befestigt und der Bagger zog uns mit Hilfe des Busses raus. Wir hielten dann 200 Meter weiter unten an und sammelten die anderen ein.

Danach sagte ich zu Nayeli ich fahre nicht zurück, ich will zurück fliegen, da ich ne scheiß Angst hatte, da wenn der Bus sich in die andere Richtung geneigt hätte wären wir vielleicht nicht mehr hier und ihr hättet keinen Bericht.

Okay der Rest der Fahrt verlief relativ ereignislos. So gegen 14 Uhr erreichten wir dann Pucallpa.

Ja, wie beschreib ich jetzt bloß Pucallpa. Pucallpa ist eine recht große Stadt umgeben von Steppe und Urwald. In der Stadtmitte gibt es richtige Häuser mit einem recht schönen Stadtkern. Wir aber waren in einem Stadtviertel untergebracht das recht ärmlich ist. Die Häuser hier sind aus Holz gebaut, haben einen Sockel aus Beton und sind mit Wellblech abgedeckt.

Gennaro, ein Koordinator der Basis Pucallpa, holte uns dann vom Bus ab. Wir  fuhren zu unserer Gastfamilie, es war die Familie von Hitler, ja ihr lest richtig, ich musste dies auch erst verdauen, aber, im Urwald, hier ist es sehr modern seinem Kind einen europäischen Namen zu geben, was sie dabei nur nicht immer verstehen das einige Namen eigentlich Nachnamen sind. So gibt es hier au den einen oder anderen Schuhmacher, Müller oder wie in diesem Fall ein Hitler. Ich hab mich aber nicht getraut zufragen was sie sich dabei gedacht haben oder ob sie nicht wissen was das für ein Namen ist.

Abends kamen die JOCista aus Pucallpa zu einer Versammlung, wir stellten uns gegenseitig vor, besprachen was der Sinn und Zweck des Besuchs von Nayeli ist, warum ich dabei bin und wie lang.

Danach ging ich noch mit Gennaro, Rey, Erick, Hitler, Grecia und Cleri zu einem kleinen Konzert von einer Band. Die war aber echt schlecht, die Covern sehr bekannte lateinamerikanische Bands und ich kannte die meisten Lieder, also holten wir uns erstmal ein paar Bier, es gab Pilsener, das ist hier eine der großen Marken, ich finde es schmeckt wie Wasser und hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, total eklig.

Nach einer halben Stunde sind wir dann wieder heim. Wir setzten Grecia und Cleri in ein Motocar nach Hause; ein Motocar ist ein Motorrad dem man einfach anstatt des Hinterrads ne Achse montiert hat und ne Rückbank mit Käfig darauf gesetzt hat.

Am Sonntag war dann Ausschlafen und Einkaufen angesagt, wir mussten einkaufen was wir essen wollten, da hier die Leute nicht das Geld haben zwei Menschen zusätzlich durchzufüttern. Abends gingen wir dann mit Gennaro, Gennaros Schwester, Rey und Erick zu einer Liveband, die in einem Ambiente mit Pools, auftrat; hier gab’s dann auch Cristal, mein peruanisches Lieblingsbier. Die Band spielte sehr gemischt von Salza über Cumbia bis Rock alles, sie waren echt gut.

Nachdem die Band aufgehört hatte fuhren wir dann alle zu Hitlers Haus, ich zog mich hier um da ich noch mit allen außer Nayeli in die Disco ging, Nayeli wollte nicht da ihr des zu spät war, naja ich find man sollte au mal leben J. So fuhren wir zu einer Disco die in der nähe war die war, aber nich so toll, kein Cristal schlechte Musik. Die nächsten Zwei waren au mies man konnte nix sehen und die Musik war sehr mies von der Tonqualität. Die Vierte war eigentlich vom Ambiente echt gut hatten aber au kein Cristal und war komplett leer. Die letzte Disco für diesen Abend war perfekt sie war zwar nur ein großer umgebauter Schuppen, aber die Animation war echt gut, die Musik auch und das wichtigste überhaupt es gab Cristal. So gegen 3 Uhr gingen wir dann heim als wir kein Geld mehr hatten. Ich hab an dem Abend 50 Soles (12,5 €) ausgegeben für Motocars, Eintritt und Bier.

Am Montag hatten wir morgens wieder frei, wir fuhren in die Stadtmitte und ich telefonierte nach Deutschland und surfte etwas im I-net.

Abends war die erste Versammlung in dem Lokal der JOC Pucallpa, es ging darum das Programm für die Woche fest zulegen.

Dienstag bis Donnerstag war immer eine Versammlung mit verschiedenen Themen Aktionsplan, Vision und Mission der JOC und Internationale JOC und die Partnerschaft.

Morgens hatten wir meist Zeit um in die Stadt zu fahren um zu telefonieren und im I-net zu surfen.

Nachmittags waren Besuche bei JOCistas und ein Besuch in einem Zoo.

Wir waren bei Rey in der Akademie er lernt Schauspieler für das Theater, er zeigte uns seine Akademie und redete auch viel über seine Erlebnisse in und mit der JOC.

Wir waren bei Grecia und Cleri, die Beide aus der Manthoc kommen. Die Manthoc ist so etwas wie die JOC für Kinder.

Donnerstagmittag waren wir im Zoo, der Zoo war echt toll ganz viele Tiere konnten wir uns da anschauen die es in dem Urwald um Pucallpa gibt. Wir haben dort auch ein bisschen Volleyball gespielt, Volleyball ist in Pucallpa die Massensportart.

Freitag war dann morgens Einkaufen für die Noche Cultural ( Nacht der Kultur ) angesagt, die abends dann statt fand. In der Noche Cultural trat Rey mit seiner Tanzgruppe auf und wir machten einige Unterhaltungsspiele.

Nach der Noche Cultural Aßen wir noch bei Watson zu Abend, so um 23 Uhr und machten eine Reflektion der Woche da ich am Samstag, fliegen sollte da ich am Sonntag in Lima eine Aktion hatte.

Samstagmorgen war dann erst noch ein Besuch in einem Ureinwohnerdorf geplant, wir sind also an die Anlegestelle für die Boote gefahren und haben dort jemanden gesucht der uns in ein solches Dorf bringt und uns etwas herum führt, das war eigentlich ganz Leicht nur mussten wir jemanden suchen der auch Quittungen schreibt.

Ok, wir fanden einen zu einem Anständigenpreis und gingen an Bord. Ich war von der voran gegangenen Nacht noch sehr müde und legte mich ins Boot und schlief eine Runde nach knapp 20 Minuten der fahrt fragte mich Rey ob er sich meine Kamera leihen könnte um Fotos zu machen. Ich gab sie ihm und sagte er solle auf passen. Okay als er sie mir zurück gab war der Akku alle und er hatte ausversehen alle Bilder gelöscht. Ich war stink sauer, mehr auf mich als auf ihn, da ich dabei bleiben hätte sollen dann wär des nich passiert, da er mich dann gefragt hätte anstatt einfach ma zu probieren.

Naja so habe ich keine eigene Bilder von der Noche Cultural mehr und natürlich auch keine vom Ausflug alles in allem habe ich so 100 Bilder verloren.

Naja irgendwann kamen wir dann in dem Urdorf an, es war mehr ein ganznormales Dorf mit einem Urdorfplatzt und zwischen drin noch einigen Urhäusern des war’s dann aber au schon. Ach natürlich darf ich nicht die Verkaufsstraße mit Naturschmuck vergessen.

Abends um 7 sind wir dann am Flughafen gewesen um einzuchecken. Beim Einchecken  haben wir dann Festgestellt das Karina ( die Sekretärin der JOC ) ausversehen ein Ticket Lima – Pucallpa und nicht Pucallpa – Lima gekauft hat. Okay es dauerte bis um kurz vor 12 bis Nayeli mit Hilfe von Karina und Fanny das Ticket umgebucht hatte so das mein Flug um 5.45 Uhr ging. Wir sind dann noch mal zu Hitler nachhause damit Nayeli ein bissi Schlaf bekam. Ich wollte nicht schlafen, da ich bedenken wegen des Wachwerdens hatte und so wartete ich bis um halb 4. Ich durfte auf dem Flughafen noch mal einchecken und nachdem ich dann in der Abgesperrten Zone war wurde uns gesagt, das der Flug Verspätung hat. Sie können uns aber erst um 6 Uhr genaueres sagen, um 6 Uhr wurde uns dann mitgeteilt, dass der Flug erst um 10 Uhr starte. Ich war völlig fertig. Ich schlief eine Stunde auf dem harten Boden der Halle und danach warte ich darauf, dass es endlich 10 Uhr wird, aber dies war alles Besser als wie wen ich mit dem Bus gefahren wäre.

Am Samstagmorgen bekam ich nämlich über die Nachrichten mit das der Bus mit dem ich normalerweise gefahren wäre, verunglückt ist und ein Mensch gestorben ist und 15 Personen im Krankenhaus liegen und einige in Lebensgefahr schweben. Ich bin heil froh nicht mit dem Bus gefahren zu sein.  

 

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