Unser Heim

Nachdem ich jetzt doch schon ein Weilchen da bin, möchte ich euch mal mein Zuhause hier und meine Mitbewohner vorstellen.


Ich wohne in Barranco, einem relativ ruhigen und tagsüber ungefährlichen Viertel Limas. Das Haus, in dem sich unsere WG befindet, gehört offiziell der IPROFOTH, einer Organisation, die aus der JOC hervorgegangen ist und sich [img_assist|nid=307|title=Vom Dach|desc=|link=popup|align=left|width=100|height=67]dem Schutz und der Bildung der Hausmädchen verschrieben hat. Im Erdgeschoss befindet sich eine Art Kinderhort, im ersten Stock leben einige Hausmädchen sowie die Dame des Hauses, Vici, die früher JOCista war und jetzt sozusagen die Mama der IPROFOTH ist. Im Stockwerk darüber befindet sich unsere WG und darüber gibt es nur noch das Flachdach, zum Wäsche aufhängen und mit einem Blick über Barranco und darüber hinaus.


Unsere Wohnung teilt sich in zwei Bereiche:

Ein Bereich mit drei kleinen Zimmern, in denen normal die drei Nationalleiter wohnen (von denen ich jetzt aber eines bewohnen darf) und einem klitzekleinen Vorraum, in dem der Kühlschrank und die Essensvorräte stehen.

[img_assist|nid=308|title="Jungszimmer"|desc=|link=popup|align=right|width=100|height=67]Ein zweiter Bereich, wo sich ein Bad befindet, eine ziemlich große Küche, die auch als Esszimmer dient und ein viertes Schlafzimmer, in dem im Moment Alex von der Nationalleitung mit zwei jungen Männern aus dem Regenwald wohnt.


Die Küche besteht aus einem Tisch, der als Ablage dient und einem Gasherd. Außerdem steht darin noch eine große „Tafel“, an der im Ernstfall auch mal 15 Leute Platz haben und ein Schrank, der aber weniger zur Aufbewahrung von Küchenartikeln als vielmehr als Abstellkammer benutzt wird.


Das Bad ist voll ausgestattet mit Toilette, Waschbecken, Dusche und sogar einem Bidet, das aber nicht funktioniert und das wahrscheinlich eh nie in Betrieb war. An der Wand hängt ein riesiger Boiler, von dem man denken könnte, dass er warmes Wasser liefert. Spätestens, wenn man unter der Dusche steht, erkennt man allerdings, dass dem nicht so ist...


In diesem schönen Heim wohne ich mit 5 JOCistas:


Geisen, der seit März Nationalleiter ist und ursprünglich aus Nauta am Río Marañon (Zufluss des[img_assist|nid=306|title=Geisen, Fanny|desc=|link=popup|align=left|width=142|height=107] Amazonas im peruanischen Regenwald) stammt. Er ist zuständig für die Begleitung der Gruppen im Norden des Landes und mit ihm werde ich Mitte November für ein paar Tage dorthin fahren um die Arbeit dort kennen zu lernen.


Fanny, die eigentlich ihre Zeit in der Nationalleitung schon abgeschlossen hatte, aber gebeten wurde, bis März nächsten Jahres zu verlängern. Sie kenne ich jetzt schon seit 2005, als sie beim Intercambio in Deutschland war. Sie ist eigentlich diejenige, die immer alles im Blick hat und in der WG immer die Fäden in der Hand behält.


Alex, der sich im zweiten Jahr seiner Amtszeit befindet und aus Ayaviri in der Nähe des Titicacasees stammt. [img_assist|nid=305|title=Alex, Dino|desc=|link=popup|align=right|width=138|height=105]Er wird demnächst Papa und wir sind natürlich schon alle gespannt. Seine Zuständigkeit ist der Süden des Landes.


Dino, der aus Iquitos kommt und hier nur übergangsweise wohnt. Er hat mit Hilfe eines Stipendiums in Norwegen studiert und lernte dort seine große Liebe kennen. Jetzt hat man ihm gerade ein weiteres Studentenvisum versagt und er versucht, mit einem Touristenvisum zumindest für drei Monate zu seiner Freundin zu fliegen.


[img_assist|nid=304|title=Manfredo|desc=|link=popup|align=left|width=182|height=138]Manfredo, der ursprünglich aus Lima kommt, aber auch eine Zeit lang in Nauta gelebt hat und jetzt hier in Lima Arbeit finden will. Da er bisher noch keinen Erfolg hatte, ist er immer am Geschirrspülen, Putzen, Bügeln um seinen Beitrag zum WG-Leben beizutragen. Wenn er da ist, läuft immer laute Musik, die gute Laune macht und er bewegt sich dazu tanzend durch die Wohnung.


Manfredo und Dino sind zwei Clowns, die das Leben in der WG sehr leicht machen. Mit ihnen habe ich eigentlich immer was zu lachen und sie sind auch unglaublich fürsorglich. Manchmal zu sehr, wenn sie mir zum Beispiel nicht zutrauen, dass ich alleine in einen Bus einsteige 1,20 Soles zahle und eine halbe Stunde später wieder aussteige...

 

Fehle noch ich. Ich denke mal, dass die meisten, die das [img_assist|nid=303|title=Caro mit Fahrrad|desc=|link=popup|align=right|width=92|height=123]hier lesen, mich kennen. Aber auf dem Bild seht ihr noh etwas, dass ihr nicht kennt: Mein neues Fahrrad. Also eigentlich ist es ein Fahrrad der JOC, das wohl schon seit Jahren auf dem Dach steht und das ich heute reparieren ließ, sodass ich jetzt Lima erkunden kann.

 

Außer uns Bewohnern, kommen auch immer wieder kurzfristige Besucher in die WG. Das bedeutet dann für uns zusammenrücken. Die letzten beiden Wochen waren zum Beispiel noch zwei Mädels da, wodurch Fanny und ich jeweils unsere Zimmer teilen mussten. 

 

Die Formatierung tut mir schrecklich leid. Ich weiß auch nicht, warum es mir das dauernd so verschiebt. Falls jemand mir dabei helfen kann, bitte, bitte, bitte!!!

 

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Hallo Carolin, nun da ich mich etwas in deine Infos eingelesen habe, finde ich das ganze ziemlich interessant und mutig, so eine Aufgabe anzupacken. Cien puntos para tí! Im Übrigen , liebe Grüße aus dem Selva Negra an dich und Fanny. Ciao bis ein anderes Mal. Ewald

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