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Intercambio 2012 - Bagua Grande

Intercambio 2012 – Bagua Grande

(Fehlende Umlaute und Eszetts sind aufgrund der spanischen Tastatur zu entschuldigen)

In der letzten Woche haben wir die Base von Bagua Grande besucht, die sich in der Amazonasregion von Peru befindet. Dementsprechend hatten wir in den letzten Tagen mit Temperaturen von 30 Grad taeglichzu kaempfen. Uebernachtet haben wir alle zusammen in der Schule “Fe y Alegria”, die sich im Stadtzentrum von Bagua befindet.

Die ortsansaessige JOC hatte sich ein abwechslungsreiches Programm ausgedacht, um uns ihre Arbeitsweise, ihr Lebensumfeld und die Sehenswuerdigkeiten  zu zeigen.

So haben wir am zweiten Tag unseres Besuches verschiedene Betriebe wie zum Beispiel eine Handyreparaturwerkstatt, einen Marktstand und einen Hersteller von Mototaxi-Kabinen besucht. (Mototaxis sind Motorraeder mit angebauten Kabinen, vergleichbar mit einer Rikscha, die in vielen peruanischen Staedten im Nahverkehr eingesetzt wird). Hier konnten wir den peruanischen Arbeitsalltag aus naechster Naehe miterleben und durften zum Teil auch selbst mit Hand anlegen.

Am Abend des selben Tages haben wir eine Gedenkstaette besucht, die an ein am 5. Juni 2009 an Indios veruebtes Massaker erinnert. Diese hatten damals die Schnellstrasse blockiert, um gegen den Raub ihres Landes zugunsten von Erdoelfirmen zu protestierten. Der damalige Praesident Alan Garcia liess die Strasse gewaltsam mit bewaffneten Polizisten und Hubschraubern raeumen. Dabei kamen insgesamt 33 Menschen ums Leben. Wir haben diese erschreckende Geschichte von einem Lehrer erzaehlt bekommen, der damals mitten im Geschehen war und dabei selber schwer verlertzt wurde.

Im starken Kontrast dazu stand der naechste Abend, an dem die noche cultural stattfand. Bei dieser haben die Peruaner fuer uns regionale Taenze, Gesaenge und kurze Sketche aufgefuehrt. Wir haben uns ebenfalls mit einem Theaterstueck beteiligt.

Der Hoehepunkt dieser Woche jedoch war der Besuch des Catarata Gocta, des dritthoechsten Wasserfalles der Welt. 2006 vom deutschen Entwicklungshelfer Stefan Ziemendorff vermessen, stuerzt das Wasser des Falls ueber 700 Meter in die Tiefe. Um zum Wasserfall zu gelangen, mussten wir erst zwei Stunden vom naechstgelegen Dorf ueber steile Pfade und Serpentinen dort hinwandern. All die Strapazen lohnen sich aber, wenn man nach der letzten Wegbiegung endlich den Talkessel sieht, in dem der Fuss des Wasserfalls liegt. Trotz der heissen Temperaturen mussten wir uns hier warm einpacken, da hier durch die Wucht des Wasseraufpralls staendig ein gischtgeschwaengerter Wind weht.

Mittlerweile machen wir eine kurze Zwischenstation bei unserer Freundin Fanny in Chiclayo, bevor es morgen weitergeht nach Cajamarca, eine Stadt, die ueber 2500 m hoch mitten in der Andenregion liegt.

(Da das Internet im Moment hier sehr langsam ist, koennen wir leider keine Bilder hochladen, wir versuchen das aber in Baelde nachzureichen.) 

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