Neuer Bundessekretär der CAJ Deutschland gewählt

Auf dem Leitungsrat der Christlichen Arbeiterjugend Deutschland setzte sich Norbert Siebers
(43 Jahre) aus Münster gegen den 32-jährigen Jens Lübbe aus Essen durch und wurde zum neuen Bundessekretär gewählt.

Vom 4. bis 6. November trafen sich rund 40 Delegierte zum Leitungsrat der CAJ Deutschland in der Jugendakademie Walberberg in Bornheim. Der Leitungsrat stellt das höchste beschlussfähige Gremium der CAJ Deutschland dar. Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz stand die Wahl des neuen hauptamtlichen Bundessekretärs. Bislang hatte Gregor Gierlich (44 Jahre) aus Münster das Amt inne. Sechs Jahre arbeitete und lebte er für die CAJ.

In einer emotionalen Feier wurde er von Kollegen und Freunden verabschiedet. Zu seinem Nachfolger  wurde Norbert Siebers gewählt. Der studierte Diplom-Sozialarbeiter aus Münster zeigte sich nach seiner Wahl gerührt: „Das Amt des Bundessekretärs ist mir, als ehemaliger CAJ‘ler, eine Herzensangelegenheit. Ich freue mich daher sehr auf die anstehenden Aufgaben und die Arbeit mit den Jugendlichen aus ganz Deutschland.“

Neben der Wahl standen noch weitere wichtige Themen auf der Agenda. So beschlossen die Vertreter der Diözesen, dass das finanzielle Handeln des Verbandes zukünftig konsequent nach sozialen und ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtet sein soll. Dies bedeutet, dass alle Gelder ausschließlich in Fonds angelegt werden, in denen keine Firmen vertreten sind, die aus Atomenergie, Rüstungsprodukten oder Kinderarbeit Kapital erzielen.

Ebenfalls einstimmig wurde der vom Bundesvorstand eingebrachte Antrag „Gerechte Arbeitsbedingungen weltweit“ verabschiedet. Die CAJ Deutschland setzt sich in diesem Antrag für würdige Arbeits- und Lebensbedingungen junger Arbeiterinnen und Arbeiter weltweit ein. Ausgangspunkt dieses Antrages sind die engen Kontakte zur indonesischen CAJ, die seit längerem gegen die Arbeitsbedingungen des Bekleidungsherstellers Micro PT kämpft. Die Bundesvorsitzende Sarah Prenger erklärte hierzu: „Die Produkte dieses indonesischen Unternehmens werden auch in Deutschland unter anderem bei S.Oliver verkauft. Wir möchten mit diesem Antrag nicht nur unsere Mitglieder für dieses Thema sensibilisieren, sondern auch in die Gesellschaft hineinwirken.“

Darüber hinaus wurde eine engere Zusammenarbeit zwischen der CAJ und der KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) vereinbart. Die Delegierten unterzeichneten ein gemeinsames Positionspapier der Verbände, das unter dem Motto „Unsere Zukunft gemeinsam in den Blick nehmen“, Rahmenbedingungen für eine stärke Kooperation formuliert. Der KAB Bundesvorsitzende Georg Hupfauer und die geschäftsführende Leiterin des KAB Bundesvorstandes Birgit Zenker, die zu Gast auf dem Leitungsrat waren, freuten sich über den großen Zuspruch der Delegierten. „Wir haben eine gemeinsame Geschichte. Diese fordert uns im Heute heraus gemeinsam zu handeln.“, so Georg Hupfauer.

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