Carnaval

[img_assist|nid=476|title=Wasserbombe|desc=|link=popup|align=left|width=186|height=104]Die JOC veranstaltet jedes Jahr im Februar und März Seminare in den drei Regionen Nord, Süd und Ost, auf denen sich Iniciantes und Militantes(Neulinge und erfahrene JOCler) mit aktuellen Themen der Politik und Gesellschaft, sowie Themen der JOC und der Jugend an sich beschäftigen. Ich durfte als Teil der JOC Lima am "Seminario regional del Norte" in Cajamarca teilnehmen, einer Stadt, die in den Anden auf 2300 m Höhe liegt und die vor allem durch die heißen "Banos del Inka"[img_assist|nid=474|title=SRN|desc=|link=popup|align=left|width=100|height=75](Bäder des Inka) und durch eine der größten Minen der Welt(Yanacocha) bekannt ist. Diese ist von vielen verhasst, von den meisten gefürchtet und nur von sehr wenigen geliebt. Eine Freundin von mir(auch eine Deutsche Freiwillige) arbeitet in einer Organisation die sich genau mit diesem Thema beschäftigt, nämlich mit der Mine und den Auswirkungen, die diese auf die Umwelt und die Gesundheit der Menschen hat. Regelmäßig verschwinden dort Menschen, die sich gegen dieses Monstrum [img_assist|nid=475|title=Seminar|desc=|link=popup|align=left|width=100|height=75]richten auf unerklärliche Weise, was den Menschen Angst macht und sie davon abhält, sich Bewegungen und Initiativen anzuschließen, die versuchen, etwas gegen den Bergbau zu tun. Das ist ein sehr interessantes aber auf jeden Fall auch erschreckendes Thema, deshalb empfehle ich euch, euch zumindest mal grundsätzlich über die Problematik zu informieren. Leider kenne ich keine gute Internetseite, aber per Google "Yanacocha" findet ihr bestimmt einiges.
[img_assist|nid=479|title=Tiere beim Umzug|desc=|link=popup|align=left|width=100|height=75]Das Seminar, an dem ich teilnahm beschäftigte sich auch mit diesem Thema. Außerdem mit der Situation jeder einzelnen JOC-Gruppe, die vertreten war und mit einigen grundsätzlichen Themen der JOC.
Die JOC-Cajamarca hat den Termin für dieses Seminar extra auf das Carnavalswochenende gelegt, damit wir das ein oder andere vom carnaval in Cajamarca mitbekommen können, denn die Stadt gilt als das "Rio Perus", was Fasching angeht.
[img_assist|nid=478|title=Wie Zuhaus|desc=|link=popup|align=left|width=100|height=75]Wir konnten also abgesehen von den gestiegenen Preisen bei der Anreise auch noch den "Corso", also Umzug und einen Abend auf der Plaza, dem Zentralen Platz Cajamarcas genießen.
Was ich in diesen drei Tagen so erfahren habe über Carnaval, ist Folgendes: Schon im Januar beginnen Kinder und Jugendliche hier, wie auch im ganzen Land Passanten mit Wasserbomben zu bewerfen und sonst irgendwie nass zu machen. [img_assist|nid=477|title=Wasser|desc=|link=popup|align=left|width=89|height=100]Freitags und Samstag treffen sich in diesem Zeitraum auf dem zentralen Platz cajamarca Jugendliche mit Trommeln und evtl. Flöten zum Musik machen, tanzen und singen. Das konnten wir Freitag abends erleben, als uns die Cajamarquinos mitnahmen um uns die Traditionen näher zu bringen. Am Faschingssamstag geht es dann wild zu. Jeder, der auf die straße geht, sollte darauf gefasst sein, von einem zug von Jugendlichen mit Farbe beworfen zu werden, die durch die ganze Stadt streifen, Häuser anmalen und selbst vor der Polizei keinen Respekt haben. An diesem Tag ist alles erlaubt!
Am Rosenmontag ist dann der große Umzug, der sich eigentlich genauso gestalten, wie bei uns. Nur dass es in Rhonse keine Sitzplätze zu mieten gibt und dass keine lebendigen Pferde und Schafe mitlaufen; und - das muss man betonen: [img_assist|nid=480|title=Nass|desc=|link=popup|align=left|width=100|height=75]In Cajamarca muss man auch beim Umzug davon ausgehen, nass zu werden. Die Wägen werden beworfen, die Menschen, Kinder, Männer, Frauen, Alte, Kranke, Kameramänner, Polizei, alle.
Einerseits fand ich es toll, dass jeder beworfen werden durfte, andererseit fand ich es auch ziemlich respektlos, Leute, die Essen verkaufen nass zu machen.

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